Ende einer Dienstfahrt
In „Ende einer Dienstfahrt“ schildert Heinrich Böll mit scharfem Witz und feiner Ironie die Folgen einer scheinbar banalen Tat: Zwei Männer setzen aus Protest ein Polizeifahrzeug in Brand. Was folgt, ist kein klassischer Kriminalfall, sondern eine akribische, fast groteske Rekonstruktion des Geschehens durch Polizei, Justiz und Verwaltung.
Böll nutzt die Ermittlungen, Verhöre und Zeugenaussagen, um die Mechanismen staatlicher Ordnung, obrigkeitlichen Denkens und gesellschaftlicher Anpassung bloßzulegen. Die Wahrheit wird dabei weniger durch Fakten als durch Formulare, Zuständigkeiten und korrekte Dienstwege bestimmt.
Der Roman verbindet Humor mit kritischer Schärfe und zählt zu den prägnantesten Beispielen von Bölls engagierter Nachkriegsliteratur, in der individuelle Moral und staatliche Autorität unversöhnlich aufeinandertreffen.
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Was unsere Kunden sagen
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Alex C.
„Man merkt sofort die Sorgfalt hinter der Auswahl. Kein beliebiges Angebot, sondern Bücher, die nachhallen und lange im Gedächtnis bleiben.“
Tiana K.
